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»Stilleben mit Kanne und Schüssel« 50er Jahre, Öl auf Pappe, 74,5 × 99 cm
»Stilleben mit Kanne und Schüssel« 50er Jahre, Öl auf Pappe, 74,5 × 99 cm
»Stilleben mit blauer Kanne«, o.J., Öl auf Pappe, 68,5 × 80,5 cm
»Stilleben mit blauer Kanne«, o.J., Öl auf Pappe, 68,5 × 80,5 cm
»Hafenausfahrt«, um 1955, Öl auf Pappe, 59,5 × 74,5 cm
»Hafenausfahrt«, um 1955, Öl auf Pappe, 59,5 × 74,5 cm
»Dorfstraße«, um 1958, Aquarell und Tusche, 14,8 × 20,9 cm
»Dorfstraße«, um 1958, Aquarell und Tusche, 14,8 × 20,9 cm
»Landschaft mit Spaziergänger auf Brücke, Häusern und Booten«, o.J., Öl auf Hartfaser, 36 × 53 cm
»Landschaft mit Spaziergänger auf Brücke, Häusern und Booten«, o.J., Öl auf Hartfaser, 36 × 53 cm
»Kommode mit Petroleumlampe, Kanne und Korb«, um 1955, Mischtechnik auf braunem Karton, 23 × 29,4 cm
»Kommode mit Petroleumlampe, Kanne und Korb«, um 1955, Mischtechnik auf braunem Karton, 23 × 29,4 cm

Ernst Schroeder

06.12.2014 — 08.03.2015

Eröffnung am Freitag, dem 5. Dezember um 20 Uhr.
Es spricht Matthias Flügge, Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Ernst Schroeders Position in der deutschen Malerei der 1950er Jahre ist außergewöhnlich und singulär, seine große Bedeutung für die »Berliner Malerschule« ist lange belegt. Kaum jemand weiß hingegen, dass Schroeder auch für etliche Dresdner Künstler sehr wichtig war. Das Leonhardi-Museum würdigt Ernst Schroeder anlässlich seines 25. Todestag mit der ersten Einzelausstellung seiner Werke in Sachsen, die mit wichtigen Leihgaben aus dem Lindenau-Museum Altenburg, der Kunstsammlung Neubrandenburg, dem Pommerschen Landesmuseum Greifswald und vielen Privatsammlungen den Rang des Künstlers belegt.

»In den 1950er Jahren lebte ein bedeutender Maler in Berlin, dessen Bilder in keinem Museum hingen. Nur in den Ateliers seiner damaligen Freunde Werner Stötzer, Manfred Böttcher, Harald Metzkes und anderer konnte man später bei Besuchen Arbeiten von ihm sehen, die von berührender Eindrücklichkeit waren, weil die Gegenstände, die sie zeigten, in ihrer offenkundigen Realität eine metaphysische Dimension gewannen. Da war kein vordergründiges Kunstwollen, dafür eine Intensität, die sich durch einfachste Mittel übertrug, eine Kraft der Bescheidenheit, die man so noch nie gesehen hatte. Dieser Maler hieß Ernst Schroeder und er war lange Zeit aus dem Kunstgeschehen vertrieben. Die Freunde jedoch erinnerten sich seiner mit Hochachtung.«
– MATTHIAS FLÜGGE –

In der Tat durften in der DDR lange Zeit keine Schroeder-Bilder öffentlich gezeigt werden, erst 1986 war in Neubrandenburg eine kleine Ausstellung möglich. Die erste umfangreichere Ausstellung seines Werkes, die 1990 in Altenburg, Berlin und Rostock stattfand, hat der Künstler selbst nicht mehr erlebt: Er starb am 11. Dezember 1989 in Hamburg. Bereits 1990 gründete sich eine Ernst-Schroeder-Gesellschaft, eine Vereinigung von Künstlern, Kunsthistorikern, Sammlern und Freunden, die sich um die Publikation von Schroeders Werk zu kümmern begann. Ausstellungen wurden organisiert, Werke in öffentliche Sammlungen vermittelt und 1996 legte Jörg Makarinus ein Werkverzeichnis vor.

Die Ausstellung im Leonhardi-Museum vereinigt 20 Gemälde und 25 Zeichnungen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der auch einen Nachtrag zum Werkverzeichnis enthält.

Biographisches
Ernst Schroeder wurde am 15. Juli 1928 in Stettin geboren, lebte in Swinemünde und später in Bansin. Ab 1949 studiert er bei Max Pechstein an der HfBK Berlin-Charlottenburg und beendet sein Studium 1954 als Meisterschüler Pechsteins. Von 1956 – 1958 war Schroeder Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste bei Otto Nagel und Heinrich Ehmsen. Danach lebt er bis zu seinem Tode zurückgezogen bei seiner Mutter in Hamburg.

»Küchenstilleben«, um 1955, Tusche auf Papier, 29,7 × 42 cm
»Küchenstilleben«, um 1955, Tusche auf Papier, 29,7 × 42 cm
»Straße in Paris«, 50er Jahre, Öl auf Schichtenpappe, 56,5 × 74,5 cm
»Straße in Paris«, 50er Jahre, Öl auf Schichtenpappe, 56,5 × 74,5 cm