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»Wilder Freiger«, 2009, Kaltnadel / Aquatinta 45 × 70 cm / 54 × 78 cm
»Wilder Freiger«, 2009, Kaltnadel / Aquatinta 45 × 70 cm / 54 × 78 cm
»Hochvernagt«, 2006, Kaltnadel / Aquatinta 60 × 90 cm / 78 × 107 cm
»Hochvernagt«, 2006, Kaltnadel / Aquatinta 60 × 90 cm / 78 × 107 cm
»Trollfjordtindan«, 2009 Kaltnadel / Aquatinta / Pinselätzung / Schabaquatinta 70 × 40 cm / 107 × 87 cm
»Trollfjordtindan«, 2009 Kaltnadel / Aquatinta / Pinselätzung / Schabaquatinta 70 × 40 cm / 107 × 87 cm

Konrad HenkerRadierungen

10.04.2010 — 20.06.2010

Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog und eine Vorzugsgrafik.

Mit dem Museumsdebüt des 1979 geborenen Konrad Henker nehmen wir eine Tradition unseres Hauses wieder auf und lenken die Aufmerksamkeit auf das Werk eines Künstlers der jüngeren Generation, der sein Studium an der hiesigen Hochschule für Bildende Künste absolvierte. Bei seinem Diplom im Jahr 2005 erregten Henkers Darstellungen alpiner Hochgebirgszüge nicht nur ob ihrer scheinbar altmodischen Anmutung unser Interesse. Der Künstler erschafft seine Radierungen auf sehr eigene und besondere Art: In wochenlanger Zurückgezogenheit auf 3000 Meter Höhe bearbeitet er die Zinkplatten inmitten der Gletscher, im Angesicht der Gipfel. »Es entsteht eine Intensität in den Arbeiten, die sich dem Betrachter sofort und ungefiltert vermittelt.«

»Weder Zivilisationsflucht noch der Wunsch nach einer meditativen Eremitage noch das Verlangen nach physischen und psychischen Extremerfahrungen ziehen ihn ins Gebirge, obwohl seinen jeweils mehrwöchigen Aufenthalten unter strapaziösen Bedingungen etwas von alldem anhaftet. Aber er ist nicht der ‚Wanderer über dem Nebelmeer’, der die Naturerfahrung in Spekulationen über existenzielle Daseinsfragen transformiert. Es ist die Suche nach einem geeigneten bildnerischen Rohmaterial, nach starken visuellen Eindrücken, die Konrad Henker immer wieder in die Berge treibt.«

— MATHIAS WAGNER — im Katalog zur Ausstellung

» … Die Ästhetik der Schonung geht einher mit der Wiederentdeckung der Bedächtigkeit: Konrad Henker hat alle Zeit der Welt mit seinen Bergmotiven und Gesteinsformationen zu experimentieren, ohne Sorge um den Ruhm. Er probiert Bildeinstiege, setzt Licht und Schnee gegen Gipfelgrat, hinterlegt den Himmel als nahes Weltall rabenschwarz. Stark vertikale Formate kommen zum Einsatz für die extreme Höhe, breit gelagerte für endlose Weite. Das Bergmotiv transportiert ein Gefühl, das Henker auf einem Schild über seinen Schreibtisch genagelt hat: Freiheit. Das Motiv ist lange noch nicht ausgereizt …«

— KERSTIN RITSCHEL — im Katalog zu Ausstellung

Biografisches

1979 in Weimar geboren
1999 Zivildienst am Thüringischen Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege Weimar
2005 Studium Malerei/Grafik, Hochschule für Bildende Künste Dresden
2007 Meisterschülerstudium, Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Prof. R. Kerbach
lebt und arbeitet in Dresden